Funkerberg, Königs Wusterhausen


70 Jahre alter 1000 PS Dieselmotor noch funktionsfähig

Der Funkerberg in Königs Wusterhausen gilt als die Geburtsstätte des deutschen Rundfunks. Die Energie für den Sendebetrieb lieferte ein Viertel Jahrhundert lang ein 1.000-PS-Viertaktmotor der ehemaligen Klöckner-Humboldt-Deutz AG. Der Funkerberg ist heute ein Museum und der Dieselmotor ein Museumsstück, das nach wie vor Leistung bringt.

Es ist das weltweit letzte Modell eines DEUTZ VMA266-Dieselmotors, das im Sender- und Funktechnikmuseum Funkerberg in Königs Wusterhausen (Brandenburg) steht. Zwischen 1935 und 1937 wurden nur fünf Motoren dieses Typs von Klöckner-Huboldt-Deutz gebaut. Der Achtzylinder mit 250 U/min lieferte Strom für einen 6 kV-Generator, der 730 kVA elektrische Leistung für die Sendeanlagen produzierte.

Der reguläre Sendebetrieb des Funkerbergs wurde im Sommer 1995 eingestellt. Man trennte die Verbindung zur Schaltanlage und zum Erregerkreis, um den Motor-Veteran im Museumsbetrieb weiter betreiben zu können. Die DEUTZ AG übernahm die Restaurierung des VMA266. Sie lieferte Motorenöl, einen neuen Kraftstofftank und kümmerte sich auch um die Kühlanlage. Im September 1998 nahm der TÜV die Druckluftanlage ab, so dass einer Vorführung des Aggregats anlässlich des Jubiläums „75 Jahre Rundfunk in Deutschland“ am 29. Oktober 1998 nichts mehr im Wege stand.
Bis heute ist der Diesel im Museumsdienst aktiv: Einmal im Monat findet eine Vorführung des historischen Motors statt. Weitere Informationen unter www.funkerberg.de.